
Heute ist unser 14. Reisetag und eine neue Etappe steht an, vom Refugi zum Santuari de Lluc, oder ab ins Kloster. Anni und Petra wollen zurück zum Cuber und den Bus nehmen, Hubert und mich erwartet die bisher längste Strecke mit 15,2 km und 865 m rauf, 916 m runter. Dazwischen ist der höchste Pass des GR 221, der Coll des Prat mit 1205 m. Die Aussicht ist phänomenal, schon am Pass, aber besonders kurz dannach beim Abstieg.

Fangen wir mit dem Blick zurück über die Trockensteinmauer an. Etwas rechts der Mitte schaut, glaube ich, der Kegel vom Puig Galatzó schwach hervor.

Auf der anderen Seite überwältigt eine nicht im Panorama festzuhaltende Aussicht. Wir können uns kaum sattsehen.
Der Abstieg ist anfangs ganz nett mit rauf und überwiegend runter. Die letzten 500 Höhenmeter machen nicht mehr viel Spaß, der Weg ist „unangenehm steinig“ und quält die Füße.

Im Santuari de Lluc angekommen, warten Anni und Petra im Café und erzählen von ihren Abenteuern. Für den Bus ab Cuber-Stausee, der sie nach Lluc bringen soll, haben sie leider die falsche Zeit rausgesucht und verpassen ihn knapp. Dann haben sie versucht zu trampen, die Angebote waren nicht schlecht, aber eben nicht direkt nach Lluc. Nächster Versuch Taxi und das klappt, Anni hatte angerufen und ein sehr entspannter Taxi-Fahrer hat die beiden für 50 € mit viel Erläuterungen nach Lluc gebracht. Ein zwischenzeitlich zugestiegenes Paar blieb nur ein kurzes Stück dabei, aber reduzierte den Fahrpreis für Anni und Petra um 10 €. Nach dem Abendessen wird geschlafen.

Unseren letzten gemeinsamen Tag verbringen wir auf einer Wanderrunde um Lluc, 12,6 km, 455 m hoch und 442 m runter, mit Besuch beim Kamel.

Kaffee und Kuchen am Santuari de Lluc, noch etwas entspannen und dann wird Abendbrot gefuttert im kleinen Restaurant vor dem Gelände des Klosters.
7:30 frühes Frühstück, da Hubert und Anni um 9:05 den Bus nach Inca nehmen, um direkt zum Flughafen zu fahren. Leider klappt das nicht wie geplant. In Inca kommt der Flughafenbus nicht oder nicht dahin, wo die beiden warten. Per „Notfall-Taxi“ geht es spät zum Flughafen, sie schaffen es gerade noch rechtzeitig vor Schluss ins Gate und müssen den Gepäcksack als Sondergepäck aufgeben.
Wir bleiben noch eine Nacht in Lluc und entspannen heute, indem wir den 11:05 Bus nach Inca nehmen und die Stadt ansehen. Aber erstmal steht uns eine abenteuerliche Fahrt bevor. Bis Caimari geht es in engen Serpentinen runter, manchmal muss der Bus zurücksetzen, um rumzukommen. Dazu kommen uns eine Millionen Rennradfahrer entgegen, die der Busfahrer mal vor sich durch die Kehre lässt, mal zum Anhalten oder von der Straße zwingt. Inca: Superviel los ist nicht, viele Läden schließen über Mittag, andere von 15-17 Uhr. Im Zentrum ist etwas Kunst verteilt, einige Cafes locken und so stromern wir bis zum Zurückbus um 17:00 durch Inca.