8 – Deía – Sóller

Das Frühstück in der Pension Miramar ist fantastisch und der Blick aus dem Frühstücksraum auch.

Die Wanderung habe ich mit unterschiedlicher Begleitung schon in beide Richtungen genossen, 2014 mit Petra und den Kindern, 2018 mit meiner Schwester; sie ist trotzdem immer wieder etwas anders. Heute wandert Petra wieder mit uns.

Neu ist die „Orangensaft-Tankstelle“ zwischendurch, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ganz ohne An- und Abstieg ist auch diese Wanderung nicht, 10,3 km mit gut 400 m rauf und 460 runter sagt mein Track. Das klingt harmlos, aber der Abstieg nach Sóller über den GR 221 und damit Camí de Castelló ist ziemlich zugewuchert und mühsam. Meist haben wir den Camí del Rost genommen und würden das zukünftig auch eher machen.

Wir sind aber erstmal bei der Finca Son Mico, wo wir Kuchen (leckeren Mürbeteigboden mit Orangenauflage) und Café solo oder con leche genießen. Dann weiter und ein Blick ins Tal von Sóller. Dann kommen schon die Zitronen- und Orangenplantagen.

Wir beziehen unsere Zimmer in der Casa Margarita im Zentrum von Sóller, schwärmen aus und genießen eine mittelleckere Paella und Tinto de verano.

Heute bleiben wir am Ort – also fast, wir wandern gut ausgestattet mit Pan, Tomaten, Äpfeln, Mandelkuchen nach Port de Sóller.

Nein, wir nehmen nicht die historische Straßenbahn, sondern die Füße.

Klar, endlich wird wieder geplanscht, naja, Anni und ich toben im Wasser herum und Hubert und Petra passen auf den Strand auf. Wir bummeln dann zum Yachthafen, Wein, Oliven, Brot, Aioli, Rückkehr nach Sóller, Entsalzen/-sanden = Duschen.

Am Plaça de la Constitució am Rathaus gibt es interessante Flaggen.

Das Sóller-Festival soll (so habe ich gelesen) die erfolgreiche Abwehr einer türkischen Invasion der Balearen im Jahr 1561 feiern – schön, feiern ist immer gut. Das Plakat links zeigt Fira de la Taronja de Sóller, Port de Sóller, Fornalutx – man feiert die taronja oder in kastilianisch die naranja, die Orange im Tal der Orangen. Leckerere Orangen als hier gibt es kaum, denke ich, frisch gepresst, als Sorbet oder einfach gepellt und direkt in den Mund.

Aber halt, vorm Einschlafen schauen wir noch auf Petras Handgelenk.

Die Maserung ist doch ganz elegant und farbenfroh, der Haken: sie kann immer noch nicht beherzt zufassen bzw. sich mit der Hand bei komplexeren Passagen festhalten.

9 – Von Sóller am Cuber Stausee vorbei nach Tossals Verds