
Beginnen wir den Tag mit einem leckeren Frühstück, das uns Pablo mit unglaublicher Herzlichkeit serviert. Ja stimmt, etwas weniger Plastik wäre möglich. Wir dürfen die Müsliriegel und noch nicht gefuttertes Obst mitnehmen – perfekt, so muss es sein.

Die erste Etappe führt vom Hotel um die Bucht von Port d’Andratx herum zum Club de Vela.
Aber halt der Blick über die Bucht ist heutemorgen auch wunderschön.

Und der Weg drumherum wird herzig oder herzlich oder künstlerisch.

Wir biegen in nördliche Richtung ab und folgen Straße, Schildern GR 221 oder dem völlig zerfahrenen und durch Erosion fast unbegehbaren Pfad neben der Straße und weiter auf Fahr- und Gehwegen über den Pas Vermell (303 m) mit einer wunderbaren Aussicht auf die vorgelagerte Insel Sa Dragonera und unser Ziel Sant Elm.

Unser Picknick lässt die kurze Tagesetappe von rund 10 km mit weniger als 500 m rauf/runter noch kürzer werden.

Der lange Abstieg nach Sant Elm nervt etwas an den Knien, aber irgendwann sind wir am Hostal Dragonera und werden von Silvia völlig relaxed empfangen.
Rund 10 km mit 460 m hoch/runter waren es heute.
Kaffee und dann ab ins Meer in der kleinen Bucht südlich vom Hotel. Das Wasser ist Mitte April frisch, aber etwas Schwimmen geht und tut gut. Dusche und Ortsbummel bis Es Molí,

wo wir Fusionsküche genießen. Ob „Made im Speck“,

nee es ist Kalamar vom Grill und heißt auch so, oder

Lachs mit Teriyaki-Soße, alles ist lecker, aber vielleicht nicht so richtig ursprünglich mallorkinisch 🤔.
Satt und zufrieden und unser Urlaubsglück fühlend „wandern“ wir zurück zum Hostal und träumen von den weiteren (kleinen) Abenteuern. Morgen wartet:
Sa Dragonera
oder auf dem Rücken des Drachens werden wir den Pfad hoch zum Far Vell, dem alten Leuchtturm auf 320 m Höhe nehmen.

Nach der Nacht im Hostal Dragonera frühstücken wir mit dem gefühlt langsamsten Frühstücksbuffett-Kaffeeautomaten der Welt. Dann ab zum Anleger des Boots zur Insel, online-Tickets kaufen, tauschen gegen echte Papierexemplare, rauf auf’s 9:45 Boot und in 15 min hinüber.

Auf Sa Dragonera gibt es außer einem Infocenter zu Fauna & Flora und dem Klohäuschen nichts. Halt, es gibt die Pfade zu den drei Leuchttürmen, wovon wir den Aufstieg zur Ruine des ältesten nehmen.

Auf den Pfaden lauern Monster auf Touristen (oder deren Futter).

Wer rastet, hat bestimmt Minidrachenfutter – also rasen sie die Beine hoch bis zu den Händen, die tierbekannt meist die Futterhalter sind.

Irgendwann sind wir oben und können nicht viel mehr machen, als die Aussicht nach Osten zu genießen.

Um 15:00 fahren wir nach 8 km mit 360 m rauf/runter zurück nach Sant Elm. Badesachen anziehen und schnell noch ein Bad im Meer, bevor es unter die Dusche und zum Abendessen geht.