Der klassische GR 221 würde heute 9 h Wandern mit 1280 m hoch und 1140 m runter bis Estellencs vorsehen. Das ist uns und vielen anderen zu heftig. Der häufigen Bitte um Quartier auf halber Strecke ist man bei der Finca Ses Fontanelles gefolgt und hat ein Refugio mit 12 Betten und vier Doppelzimmer eingerichtet.

Bleiben wir zunächst beim Weg dorthin. Am Ortsausgang von Sant Elm sehen wir, was wirklich unter Sa Dragonera ist. Gestern hatten wir uns dort ja noch hochgetraut bis auf den höchsten Punkt.

Weiter auf dem Weg kommen erstmal die Protagonisten.

Und wir kommen voran. Heute werden es 13,7 km mit 625 m rauf und 288 m runter. Der Weg ist stellenweise sehr geröllig und verlangt Aufmerksamkeit. Den letzten Kilometer des Weges sind wir neben oder auf der Ma-10, die von reichlich schnellen Rennradlern genutzt wird. Letztlich landen wir in Ses Fontanelles, betätigen die „Rezeptionsglocke“ und werden von Patrick überwiegend nett empfangen. Es gibt sehr klare Spielregeln, die exakt einzuhalten sind. Die Gäste aus dem 12er Refugio und die aus den Doppelzimmern essen und verbringen den Abend separat oder sollte man sagen separiert? Wir dürften im Refugio duschen, weil im Gästehaus mit den Doppelzimmern der Durchlauferhitzer ausgefallen ist. Wir versuchen es trotzdem dort, haben uns auf kalt eingestimmt, aber bekommen doch noch warmes Wasser aus der Leitung. Das Abendessen ist lecker (man muss aber Käse mögen) und der Wein, es gibt nur roten und auch Nachfrage ermöglicht keinen weißen, ist ein sehr günstiges Discounter-Produkt, durchaus trinkbar und wir teilen mit netten Mitwanderern. Die Betten sind gut, das Ambiente im Gästehaus wirkt traditionell, obwohl es nach Aussage des Hausherrn ein Neubau ist.